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06. Mai 2009
Erstes Quartal 2009:
Umsatzwachstum bei schwächerer Auftragslage
- Weiterhin hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung
- Turnaround-Programm zur Ertragssteigerung
Lübeck – Schon im ersten Quartal zeichnet sich ab, dass das Geschäftsjahr 2009, wie erwartet, ein schwieriges Jahr für Dräger werden wird. Während der Umsatz noch um fast 5 Prozent zulegte, bleiben Auftragseingang und Auftragsbestand – mit regional und produktbezogen starken Unterschieden – um über 9 Prozent unter dem Vorjahreswert. „Diese Entwicklung bestätigt unsere Prognose eines Umsatzrückgangs von rund 5 Prozent für das laufende Geschäftsjahr“, so Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG. Das EBIT vor Einmalaufwendungen verringerte sich im Konzern auf 6,5 Mio. EUR (Q1 2008: 17,5 Mio. EUR). Wie angekündigt, reagiert das Unternehmen mit einem Turnaround-Programm auf die schwache Ergebnisentwicklung.
Auftragseingang unter Vorjahr
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009 verringerte sich der Auftragseingang um 9,2 Prozent (währungsbereinigt: -9,8 Prozent) auf 448,6 Mio. EUR (Q1 2008: 493,8 Mio. EUR). Im Unternehmensbereich Medizintechnik sank der Auftragseingang um 7,8 Prozent auf 295,2 Mio. EUR (währungsbereinigt: -8,8 Prozent). Im Unternehmensbereich Sicherheitstechnik verringerte sich das Ordervolumen um 10,7 Prozent auf 160,1 Mio. EUR (währungsbereinigt: -10,6 Prozent). Der Auftragsbestand hat sich gegenüber dem 31. März 2008 konzernweit um 9,2 Prozent auf 424,5 Mio. EUR reduziert (31. März 2008: 467,3 Mio. EUR), liegt aber um 24,6 Mio. EUR höher als zum 31. Dezember 2008.Umsatz stieg im ersten Quartal
In den ersten drei Monaten 2009 stieg der Umsatz um 4,8 Prozent (währungsbereinigt: +3,8 Prozent) auf 425,2 Mio. EUR (Q1 2008: 405,7 Mio. EUR). Dazu haben beide Unternehmensbereiche beigetragen. Während der Unternehmensbereich Medizintechnik den Umsatz um 1,6 Prozent auf 268,3 Mio. EUR (währungsbereinigt: +0,0 Prozent) steigerte, verzeichnete der Unternehmensbereich Sicherheitstechnik in den ersten drei Monaten ein Umsatzplus von 10,4 Prozent auf 163,0 Mio. EUR (währungsbereinigt: +10,5 Prozent) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.Ergebnis unter Druck
Aufgrund von Produktmixveränderungen und Währungseffekten hat sich die Bruttomarge der ersten drei Monate 2009 gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2008 von 47,3 Prozent auf 45,4 Prozent reduziert. Aufgrund des höheren Umsatzvolumens erhöhte sich das Bruttoergebnis unterproportional von 191,8 Mio. EUR auf 193,0 Mio. EUR. Die gegenüber dem ersten Quartal 2008 um 4,5 Prozent gestiegenen Funktionskosten (Forschungs- und Entwicklungskosten, Marketing- und Vertriebskosten, allgemeine Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen) belasteten das Ergebnis. Einerseits waren dafür negative Währungseffekte von 4,2 Mio. EUR – überwiegend durch den relativ starken US-Dollar – verantwortlich. Andererseits resultieren die gestiegenen Funktionskosten aus wie geplant höheren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, die 8,7 Prozent vom Umsatz (31. März 2008: 7,3 Prozent) erreichten. Der Unternehmensbereich Medizintechnik verzeichnete aufgrund dieser Effekte ein deutlich schwächeres EBIT vor Einmalaufwendungen von 2,7 Mio. EUR (Q1 2008: 12,1 Mio. EUR). Dem Unternehmensbereich Sicherheitstechnik ist es gelungen, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Prozent auf 10,5 Mio. EUR (Q1 2008: 9,5 Mio. EUR) zu steigern. Im Konzern verringerte sich das EBIT vor Einmalaufwendungen vor allem aufgrund des schwächeren Ergebnisbeitrags der Medizintechnik gegenüber dem Vergleichszeitraum um 62,9 Prozent auf 6,5 Mio. EUR (Q1 2008: 17,5 Mio. EUR).Turnaround-Programm
Für 2009 sollen mehrere kurzfristig wirkende Maßnahmen die Effekte der negativen Margen- und der erwartet schwachen Umsatzentwicklung dämpfen. Um die Wettbewerbsposition nachhaltig zu stärken, plant das Unternehmen, die Kosten zu senken, die Effizienz zu steigern und die Erlöse durch neue Produkte zu erhöhen. Das konzernweite Turnaround-Programm enthalte deshalb ertragssteigernde Maßnahmen in allen Funktionen, wie Einkauf, Produktion und Logistik, Marketing und Vertrieb, aber auch in funktionsübergreifenden Feldern wie Verwaltung und IT. Derzeit erarbeiten 150 Mitarbeiter in neun Modulen und 70 Teilprojekten rund 400 detailliert ausgearbeitete Einzelmaßnahmen. „Wir werden im Juni das Projekt umfassend vorstellen und mit einem dann abgestimmten Maßnahmenkatalog in die Umsetzung gehen“, so Dräger. Dabei würden alle Ausgaben und Strukturen auf den Prüfstand gestellt, um mögliche Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Wachstum, Produktqualität und Kundenservice stünden weiter im Fokus.Ausblick
Dräger erwartet für 2009 unverändert einen Umsatzrückgang von rund 5 Prozent. Stefan Dräger: „Wir werden 2009 mit aller Entschlossenheit ein Maßnahmenpaket umsetzen, das uns nachhaltig profitables Wachstum ermöglicht. Damit wollen wir das Vertrauen des Kapitalmarkts zurückgewinnen.“Kennzahlen für die ersten drei Monate 2009 (Mio. EUR)
| Q1 2009 | Q1 2008 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 448,6 | 493,8 | -9,2 % |
| Medizintechnik | 295,2 | 320,0 | -7,8 % |
| Sicherheitstechnik | 160,1 | 179,3 | -10,7 % |
| Auftragsbestand | 424,5 | 467,3 | -9,2 % |
| Medizintechnik | 248,7 | 239,6 | +3,8 % |
| Sicherheitstechnik | 177,5 | 228,4 | -22,3 % |
| Umsatz | 425,2 | 405,7 | +4,8 % |
| Medizintechnik | 268,3 | 264,1 | +1,6 % |
| Sicherheitstechnik | 163,0 | 147,6 | +10,4 % |
| EBIT1 vor Einmalaufwendungen | 6,5 | 17,5 | -62,9 % |
| Medizintechnik | 2,7 | 12,1 | -77,7 % |
| Sicherheitstechnik | 10,5 | 9,5 | +10,5 % |
| Einmalaufwendungen | 0,0 | 7,1 | |
| Jahresüberschuss | 0,1 | 2,5 | -96,0 % |
| Ergebnis je Vorzugsaktie (EUR) | -0,03 | 0,05 | |
1 EBIT = Ergebnis vor Zinssaldo und Steuern vom Einkommen
- Disclaimer Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Dräger-Konzerns. Diese zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen und sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt worden. Hinsichtlich solcher zukunftsbezogenen Aussagen kann keine Garantie und keine Haftung für den Eintritt der genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse übernommen werden. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Sie beinhalten Risiken und Unwägbarkeiten, die sich unserem Einfluss entziehen und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Unbeschadet rechtlicher Bestimmungen zur Korrektur von Prognosen übernehmen wir keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren. Am 08.05.2009 hält Dräger seine Hauptversammlung ab. Alle weiteren Finanztermine entnehmen Sie bitte unserer Unternehmenswebsite www.draeger.com unter Investor Center / Finanzkalender.